MÄRKER
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„Unterbodenpflege“ am Horizont

Oranienburg. (tja) Dank des Einsatzes der Männer vom Verein Kulturbanausen und einer Spende über 1500 Euro für das Material betreten die Mitarbeitenden von Lebensmittellager und -ausgabe bei der Oranienburger Tafel völlig neuen Boden.

„Wir haben quasi eine Unterbodenpflege erhalten für unseren Kühlraum und das Lebensmittellager“, berichtet Viola Knerndel Anfang August bei einer kleinen Besichtigung der renovierten Räume an der Strelitzer Straße. Neue Farbe in frischem Grau erhellt die Wände. Der Betonfußboden erhielt sogar unter dem neuen Belag in Holzlamellenoptik einen komplett ausgetauschten Überzug. „Jetzt sind endlich die Löcher weg. Die waren schon eine potenzielle Verletzungsquelle“, freut sich Viola Knerndel.

Die Leiterin der Arbeitslosenservice-Einrichtung in Oranienburg richtet sowohl an die gut 25 Männer des Vereins Kulturbanausen „ein Riesendankeschön“ als auch an den Hornbach Baumarkt in Velten. Der spendierte den Bodenbelag und die Wandfarbe im Wert von 1 500 Euro samt Kleber und Zuschnitten.

Verlegt hat das Ganze Denis Schmeißer. Damit es im und am „Horizont“ in der Strelitzer Straße wieder leuchtet, packten sechs Kulturbanausen an.

Sie räumten Regale aus und ein, schleppten Möbel, sorgten für den Fußbodenausgleich mit Estrich, malerten und legten neue Verblendungen an.

Um die Lebensmittelausgabe während der Renovierungen von April bis Ende Juni weiter zu gewährleisten, stellten die Kulturbanausen gegenüberliegende Räume zur Verfügung.

„Es arbeitet sich für uns als Team jetzt auch besser“,. sagt Gerd Symann. Der 53-Jährige leitet die Tafel seit einigen Wochen.

„Ohne die große Unterstützung vieler Privatspender und Initiativen hätten wir unsere Kunden nicht mehr versorgen können.“ 25 MAE-Kräfte seien im März durch den Landkreis, aus Rücksicht auf deren Gesundheit und weil sie zur Risikogruppe der Ü-60-Jährigen gehören, vorsichtshalber von der Arbeit bei „Horizont“ abgezogen worden.

Im August arbeiteten gerade einmal 7 von 17 Tafelhelfern wieder. „Ohne Ehrenamtliche ginge überhaupt nichts“, stellen Gerd Symann und Viola Knerndel klar und loben deren Engagement.

Nach den coronabedingten Einschränkungen normalisiere sich der Ablauf nun langsam wieder. „Es muss sich niemand früh um 9 Uhr bei uns anstellen in Oranienburg. Wir beginnen die Ausgabe mittags und kalkulieren so, dass es für alle reicht“, sagt Gerd Symann.

Etwa 80 Kisten standen zu den Ausgabezeiten für Oranienburger bereits. Rund 70 sind es für Hennigsdorfer. „In den Sommerferien kommen erfahrungsgemäß immer etwas weniger Leute, um sich eine Kiste, die vier Euro kostet, abzuholen“, sagt Viola Knerndel.

Sie geht zum 30. September in den Ruhestand. Da auf der Mitgliederversammlung des Arbeitslosenverbandes der gesamte Ortsverbandsvorstand für Oranienburg neu zu besetzen ist und sich bislang niemand für die Posten beworben hat, wird es künftig keine Beratungen mehr in der Strelitzer Straße 5 bis 6 geben.

Foto: Gerd Symann (links) leitet die Oranienburger Tafel seit einigen Wochen. Koul Aghahsi Zakria hilft regelmäßig bei der Lebensmittelausgabe an der Strelitzer Straße beim Arbeitslosenverband Oranienburg. Hier haben sich die Arbeitsbedingungen durch die Renovierung von Kühlraum und Lebensmittellager Ende Juni sehr verbessert. Foto: Jusepeitis

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