Immobilienkaufmann/-frau

Dienstleistung und Einzelhandel
Foto: imago stock&people
Immobilienkaufleute befassen sich mit der Bewirtschaftung von Grundstücken, Wohnhäusern, Wohnungen und Bürogebäuden. Für die Veräußerung oder Vermittlung von Objekten führen sie Objektbesichtigungen, Beratungsgespräche sowie Kauf- und Verkaufsverhandlungen durch. Außerdem planen und betreuen sie Neubau-, Sanierungs- oder Modernisierungsprojekte.
Wenn sie in der Wohnungseigentumsverwaltung tätig sind, führen sie z.B. Eigentümerversammlungen durch, erstellen Betriebskostenabrechnungen oder erledigen Wohnungsübernahmen und -abgaben. Auch das technische Gebäudemanagement organisieren sie, z.B. bearbeiten sie Schadensmeldungen oder erteilen Instandsetzungsaufträge. Darüber hinaus setzen sie Marketingmaßnahmen um oder er-ledigen Aufgaben in der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle.

Ausbildungsort/-dauer Betrieb und Berufsschule / 3 Jahre Wo arbeitet man? Immobilienkaufleute finden Beschäftigung
– in Wohnungsbauunternehmen
– bei Immobilien- und Projektentwicklern
– in Unternehmen aus dem Bereich Facility-Management
– bei Immobilienmaklern und -verwaltern
– in Immobilienabteilungen von Banken, Bausparkassen oder Versicherungen Worauf kommt es an? – Kaufmännisches Denken und Verhandlungsgeschick (z.B. Angebote für den Kauf oder Verkauf von Immobilien einholen und bewerten, Kaufverhandlungen führen)
– Kommunikationsfähigkeit sowie Kunden- und Serviceorientierung (z.B. Mieter auf Mieter- und Eigentümerversammlungen beraten und individuelle Wünsche berücksichtigen)
– Durchhaltevermögen und Durchsetzungsvermögen (z.B. langwierige, nicht immer erfolgreiche Verkaufsgespräche führen, Geschäftspartner auf bestimmte Konditionen beim Verkauf von Grundstücken festlegen)
– Lernbereitschaft (z.B. sich über Änderungen im Grundstücksrecht, Mietrecht oder Steuer- und Bauvertragsrecht auf dem Laufenden halten)
– Beobachtungsgenauigkeit und organisatorische Fähigkeiten (z.B. Mängel bei der Bauabnahme entdecken, Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten planen) Schulfächer:
– Mathematik (z.B. für das Aufstellen von Finanzierungsplänen, bei der Prüfung von Baurechnungen)
– Wirtschaft (z.B. für die Mitarbeit in der Miet- und Baubuchhaltung)
– Deutsch (z.B. für das Erstellen schriftlicher Angebote, für die Kundenberatung)

In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein.